Mit seinen Verkehrsbauten ging Hans Rollmann bewusst ganz eigene Pfade, die nicht immer auf geradem Weg zum Ziel führen mussten – wie am Beispiel der Fußgänger-Brücke in Lebach aus dem Jahr 2008.
Hier wird die Überquerung des Flüsschens Theel plötzlich mehr als nur eine rein verkehrstechnische Lösung. Statt ökonomisch optimiert kerzengerade zu sein, hat die Brücke eine auf dem ersten Blick völlig überflüssige Krümmung. Die Fußgänger werden nicht auf dem schnellsten Wege sondern in den eleganten Bögen einer flachen S-Kurve über das Gewässer geführt.
Diese Wegeführung fordert zwangsläufige Perspektivenwechsel. Die gleiche Umgebung wird in der Konsequenz immer wieder anders wahrgenommen. Das Resultat einer Flussüberquerung bleibt dasselbe – doch die Passage wird vom Fußgänger plötzlich als Bereicherung erfahren. Die Brücke lässt auf diese einfache Art den Weg wieder zum Ziel werden.







